Die Kulturliste Freiburg (KULT) hat am Dienstag, den 20.02.2024 in der Wodanhalle ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen am 9. Juni aufgestellt.
Nach einer intensiven und produktiven Sitzung wurde eine Liste zusammengestellt, die sowohl neue Gesichter als auch erfahrene Persönlichkeiten aus der Kultur- und Kunstszene Freiburgs umfasst. Diese Mischung unterstreicht das Engagement der Kulturliste, frische Ideen und bewährte Erfahrungen zu vereinen, um die kulturelle Vielfalt in der Stadt zu stärken und sich den neuen Herausforderungen der zukünftigen Stadtentwicklung zu stellen.
In seiner Begrüßungsansprache hob Stadtrat Atai Keller hervor: “Die Kulturliste hat die Zeichen der Zeit erkannt und beginnt eine Häutung, an deren Ende ein neuer Schmetterling entschlüpfen kann”.
Die Kulturliste Freiburg ist stolz darauf, mit Platz 1: Markus Schillberg (37, Kulturmanager, Musiker Restless Feet), Platz 2: Angelika Fabry-Flashar (70, VHS-Dozentin, Vorsitzende Omas gegen Rechts), Platz 3: Atai Keller (71, Kulturberater) und Platz 4: Anke Leucht (39, Art Director, subculture urban media) ein neues Team mit starkem Profil ins Rennen zu schicken.
Hier treffen Verjüngung, ein breiterer Kulturbegriff, Erfahrung und Verlässlichkeit aufeinander. Somit ist die Kulturliste – die in diesem Jahr zwanzig Jahre alt wird – in ihrer Zusammensetzung diverser, jünger und subkultureller.
Gleichzeitig handelt es sich um einen Listenvorschlag, der mit Respekt bedacht wurde und sich in Fragen der Geschlechter- und Generationengerechtigkeit die Waage hält.
Ergänzt wird dieses Team mit Platz 5: Achim Könneke (60, ehemaliger Kulturamtsleiter in Freiburg, aktuell: Beigeordneter für Kultur und Tourismus der Stadt Würzburg) und auf Platz 6: Gabi Dierdorf (62, Architektin und engagierte Tunnelgegnerin).

Markus Schillberg äußerte sich zum Ergebnis der Listenaufstellung: „Wir haben eine Liste geschaffen, die die kulturelle Vielfalt und das kreative Potenzial unserer Stadt widerspiegelt. Jeder einzelne Kandidat und jede einzelne Kandidatin bringt eine einzigartige Perspektive und Leidenschaft für die Kultur Freiburgs ein. Jeder und jede ist hier wertvoll. Die Kulturliste ist für mich die politische Heimat all jener, denen die Freiheit der Künste das höchste Gut ist.“
Angelika Fabry-Flashar betont die Bedeutung kulturellen Engagements in Zeiten des Rechtspopulismus: „Gerade jetzt ist der Einsatz für Kunst und Kultur entscheidend. Sie verkörpern unser demokratisches Verständnis. Wir müssen handeln, Farbe bekennen und kreativ dagegenhalten. Nie wieder ist jetzt!”
In der gut besuchten Wodanhalle unterstrichen die Mitglieder der Kulturliste in jeweils 90 sekündigen Beiträgen die Bedeutung der Kultur als treibende Kraft, deren Visionen Impulse setzt für unsere Stadtentwicklung, als sinnstiftender Ort einer zunehmend orientierungslosen Massengesellschaft. Besonders unterstrichen die Kandidierenden die Wichtigkeit der Kultur als wirksame, substanzielle Brandmauer gegen den allgegenwärtigen Rechtsruck.
Insgesamt wurden 56 Kandidat:innen gewählt.
- Markus Schillberg
- Angelika Fabry-Flashar
- Atai Keller
- Anke Leucht
- Achim Könneke
- Gabi Dierdorf
- Rainer Rieckmann
- Sofie Anton
- Konrad Wallmeier
- Edith Lamersdorf
- Jörg Scharpff
- Laura Braun
- Stephan Hasslinger
- Mara Frey
- Dirk Schneider
- Margarita Jonietz
- Jan Galli
- Yvonne Morick
- Martin Flashar
- Cécile Huber
- Christoph Schneider
- Julia Klockow
- Michael Ott
- Laila Koller
- Franck Mitaine
- Celia Brown
- Thomas Hammelmann
- Christine Sander
- Joachim Oser
- Andrea Hess
- Tom Schneider
- Hanna Weber
- Sven Hinz
- Sabine Rollberg
- Günter Buchwald
- Julia Dorwarth-Becker
- Jörg Alexander Kuenzer
- Martina Pleuger
- Merlin App
- Felizitas Diering
- Tobias Schmutz
- Marlis Meckel
- Paul Meyer
- Gabriela Krämer-Herrmanns
- Heinz Auweder
- Susanne Eißele
- Steffen Rümpler
- Brigitte Pia von Savigny
- Rolf Störtzer
- Franziska Wagner
- Dagmar Maurer
- Dominik Erhart
- Stefanie Hesse
- Jörg Bollin
- Norbert Hahn
- Ulf Datan
Die Kulturliste Freiburg geht mit einer starken Liste in die Kommunalwahl 2024, die Erfahrung, Kreativität und ein tiefes Verständnis für die Bedeutung der Kultur vereint.